Qualitätsstandards

Qualitätsstandards

Im Hinblick auf eine verantwortungsvolle und professionelle Umsetzung unserer Leistungen verfolgen wir ein hohes Qualitätsniveau für uns selbst und unsere Erziehungsstellen.

 

1. Qualifikation Mitarbeiter

Unsere Berater/innen verfügen über eine Fachausbildung bzw. Studium im Bereich Sozialwesen sowie über mehrjährige Berufserfahrung im ambulanten Jugendhilfebereich mit beraterischen Anteilen.

Ebenso verfügen sie über eine Zusatzqualifikation zum Systemischen Berater oder Systemischen Familientherapeuten sowie über eine Zusatzausbildung als traumapädagogische/r Fachberater/in voraus (bzw. die Bereitschaft diese Weiterbildungen zeitnah zu absolvieren).

Alle 2 Jahre ist ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen.

 

2. Qualifikation Erziehungsstelle

a) Zur Anerkennung als Erziehungsstelle bedarf es einer pädagogischen Ausbildung, z.B. als Sozialpädagoge/-arbeiter, Erzieher, (Heil-) Pädagoge…)

b) Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit sich über unsere interne Qualifizierungsmaßnahme als Erziehungsstelle anerkennen zu lassen. Daran teilnehmen können nach vorheriger Prüfung und Vorbereitungsgesprächen medizinische und pflegerische Fachkräfte sowie erfahrene Familien mit individueller Eignung.

 

3. Bewerbungsverfahren / Vorbereitung

Nach dem Erstgespräch erfolgt eine Bewerberabfrage beim örtlichen Jugendamt. (Nach Aufnahme wird das örtliche Jugendamt über die Belegung informiert.)

Die Erziehungsstelle durchläuft mehrere Vorbereitungsgespräche mit der pädagogischen Leitung sowie seitens der Fachkoordinatoren in denen u.a. die Eignung ausgiebig geprüft und die gesamte Familie auf die zukünftigen Aufgaben vorbereitet wird. (Näheres siehe Konzept)

Jede Erziehungsstelle nimmt im Rahmen der Vorbereitung an unserer Pflegeelternschulung teil und darüber hinaus ggf. an der Qualifikationsmaßnahme, siehe Punkt 2.

Die Bewerber erstellen einen Lebensbericht und es wird gemeinsam ein Profil der Familie erstellt. Zudem wird durch eine geschulte Fachkraft mit der Familie ein Genogramm erarbeitet.

 

4. Erziehungsstelleneignung

Alle 2 Jahre ist ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis erforderlich.

Die Bewerber haben ihre wirtschaftliche sowie Arbeits-,Wohn- und Familiensituation offen zu legen und darüber hinaus eine ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung einzureichen.

Die Bewerber verfügen über ausreichend Platz zur Aufnahme eines Pflegekindes. Zudem ist Voraussetzung, dass das Kind in betreuungsfreien Zeiten außerhalb der Kita/Schule nicht regelmäßig von anderen Personen betreut wird. Die Betreuung des Kindes ist somit hauptsächlich von der Erziehungsstelle zu gewährleisten. Eine Vollzeitbeschäftigung beider Pflegepersonen ist daher in der Regel nicht möglich. Das Pflegekind sollte überwiegend in der Kita auch keine Vollzeitbetreuung wahrnehmen.

 

5. Belegungen pro Erziehungsstelle

In unseren Erziehungsstellen werden maximal 2 Erziehungsstellenkinder untergebracht. Eine Aufnahme eines 3. Kindes ist im Ausnahmefall möglich, sollte es sich z.B. um eine kurzzeitige Belegung oder um ein Geschwisterkind handeln. Dies wird mit allen Beteiligten (einschl. den belegenden Jugendämtern und ggf. dem Vormund) zuvor kommuniziert und gemeinsam unter Berücksichtigung der bereits vorhandenen Belegungen entschieden. In diesem Fall erhält die Erziehungsstelle von uns entsprechende erweiterte Unterstützung / Betreuung.

 

6. Betreuungsschlüssel

Eine Fachberatung betreut als Vollzeitkraft maximal 10 Erziehungsstellen innerhalb Dauerpflegeunterbringungen. Bei Bereitschaftsbelegungen liegt der Betreuungsschlüssel (entsprechend des individuellen Bedarfes und Aufwandes) unter 10 Kinder.

Unsere Fachberater/innen werden in sog. Kleinteams durch ihre/n jeweiligen päd. Fachkoordinator/in unterstützt und angeleitet. Diese/r ist somit stets auf dem aktuellen Stand sowie über besondere Vorkommnisse informiert und ist zudem in Vertretungsfällen für seine zugeteilten Fachberater/innen zuständig.

Ein wechselnder Bereitschaftsdienst durch unseren päd. Fachberater/innen ist rund um die Uhr für unsere Erziehungsstellen gewährleistet.

 

7. Trägerwechsel

Bei einem Trägerwechsel setzen wir ein Übergabegespräch (ggf. als HPG) voraus. Zudem ist im Vorfeld ein professioneller transparenter Austausch zwischen allen Beteiligten (Träger / Fachkräfte, Jugendamt, Erziehungsstelle) erforderlich.

 

8. Prozessstandards

Damit alle Kernprozesse (z.B. Anbahnungs- und Ablöseprozess, Vorbereitung von Erziehungsstellen etc.) nach beherrschbaren Bedingungen erfolgen können, haben wir diese intern standardisiert. Dazu ist jeder Prozess in Teilschritten beschrieben und ein prozessverantwortlicher Mitarbeitender ist diesem zugeteilt. Ebenso werden Chancen und Risiken pro Prozess analysiert und entsprechende Maßnahmen definiert.