Beratung und Unterstützung für Pflegefamilien in Kleve und Umgebung

Psychologische/ therapeutische Beratung und Coaching für Pflegekinder

Sie haben Fragen oder Probleme mit Ihren Pflegekindern und benötigen psychologische oder therapeutische Hilfe? Wir beraten Sie gerne in einer kostenlosen Erstberatung.

Wir bieten psychologische und therapeutische Hilfe bei verschiedenen Problematiken für (Pflege-) Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Kontext Kindererziehung, Verhaltensauffälligkeiten etc.

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Was sind die häufigsten Herausforderungen bei der Pflegefamilienarbeit?

Das leibliche Kind im Leben einer Pflegefamilie

Die Aufnahme eines Pflegekindes verändert die Familie erheblich. Für die leiblichen Kinder bedeutet dies eine große Umstellung mit Chancen und Herausforderungen, außerdem wird deutlich, dass sich neue Dynamiken ergeben. Die ursprüngliche Familienstruktur wird erweitert, wodurch sich das Leben aller Mitglieder verändert: Zum einen treten neue Verhaltensweisen auf, zum anderen entstehen Unsicherheiten und belastende Erfahrungen des Pflegekindes, die Verwirrung, Verletzung oder Zurückweisung auslösen können. Diese Prozesse sollten bewusst begleitet werden, und die Bedürfnisse der leiblichen Kinder sollten ernst genommen werden. Offene Kommunikation, Verständnis und Unterstützung sind zentral; zudem ist Transparenz wichtig. Die Familie sollte reflektieren, wie sie Veränderungen gestalten und Stabilität sichern kann.

Einbindung der leiblichen Kinder und Umfeld

Vor der Aufnahme sollten Eltern mit Fachberatern Erwartungen und Bedenken klären und gleichzeitig die leiblichen Kinder in den Prozess einbeziehen, damit ihnen Sicherheit vermittelt wird. Regelmäßige Gespräche, offene Kommunikation und das Angebot, Gefühle zu teilen, helfen dabei. Auch das Umfeld wie Schule, Nachbarn oder Freunde, spielt eine Rolle; Transparenz kann Vorurteile abbauen und Stabilität fördern.

Fachliche Begleitung

Fachberater sollten die leiblichen Kinder als wichtigen Bestandteil der Pflegefamilie ansehen. Ihre Wahrnehmungen und Gefühle sind entscheidend für das Gelingen des Zusammenlebens. Wenn Eltern und Fachkräfte die Bedürfnisse der Kinder ernst nehmen und ihnen Unterstützung anbieten, stärkt das das Familienleben insgesamt.

Wie kann man Pflegekinder emotional unterstützen?

Erziehung mit Feingefühl: Resilienz fördern bei Pflegekindern

Resilienz ist das seelische Immunsystem von Kindern. Sie beschreibt die psychische Widerstandskraft, mit der Kinder Misserfolge, Krisen und Unglücke bewältigen. Wissenschaftler sehen resiliente Kinder als diejenigen, die über protektive Faktoren verfügen: stabile Bindungen, ein sicheres Umfeld und die Fähigkeit, eigenständig Probleme zu lösen. Zentral ist eine verlässliche, feinfühlige Erziehung, die das Kind bedingungslos bejaht, ihm Freiräume gibt und altersgemäß Grenzen setzt. Denn eine stabile emotionale Bindung zu mindestens einem Elternteil bildet das Fundament. Zudem bietet das weitere soziale Umfeld – Verwandte, Freunde oder Erzieherinnen – dem Kind einen sicheren Zufluchtsort, der Mut und Selbstbewusstsein stärkt.

Zu den individuellen Ressourcen resilienter Kinder zählen Neugier, Vielseitigkeit, Kontaktfreude, Fantasie, ein positives Weltbild, ein ausgeglichenes Temperament und die Fähigkeit zur Impulskontrolle. Vernachlässigt man diese Eigenschaften und schreckt vor Herausforderungen zurück, zeigen sich oft passives oder vermeidendes Verhalten. Resiliente Kinder übernehmen hingegen Verantwortung, suchen aktiv nach Lösungen und glauben daran, dass sie Einfluss nehmen können – sie besitzen eine starke Selbstwirksamkeit.

Für die Erziehungspraxis bedeutet dies: Kinder sollten nicht alles delegiert bekommen, sondern früh Verantwortung übernehmen dürfen – etwa im familiären Umfeld oder im Kindergarten durch kleine Ämter. Denn diese Aufgaben stärken das Gefühl, gebraucht zu werden und zur Gemeinschaft beizutragen. Formuliere Lob und Kritik konkret und beziehe beobachtbares Verhalten ein, damit das Kind versteht, welche Auswirkungen sein Handeln hat. Zeige Erfolge sichtbar und beziehe das Kind in Entscheidungsprozesse ein, etwa mit Fragen wie „Was meinst du dazu?“ oder durch das Einholen von Rat.

Resilienz stärken bedeutet außerdem, vorhandene Ressourcen bewusst zu fördern und zu spiegeln. Viele Kompetenzen – Hilfsbereitschaft, Empathie, Neugier – sind angeboren; mache sie im Alltag sichtbar, damit das Kind lernt, aktiv zu handeln, Herausforderungen zu meistern und gestärkt in die Zukunft zu gehen. Als Träger in der Jugendhilfe, der Pflegeeltern schult, könnt ihr diese protektiven Faktoren gezielt fördern: stabile Bindungen, sichere Bezüge im Umfeld, konkrete Aufgaben, reflektiertes Feedback und eine unterstützende Lernumgebung, in der das Kind als aktiver Gestalter gesehen wird.

Auswirkungen von Besuchskontakten

Die Auswirkungen von Besuchskontakten auf das Erleben des Kindes hängen von verschiedenen Faktoren ab.
Je detaillierter der Zustand und das Befinden des Kindes zu Beginn der Unterbringung dokumentiert werden, desto fundierter können Stellungnahmen und fachliche Empfehlungen formuliert werden. 

Informieren Sie sich hier über die Auswirkungen von Besuchskontakten bei Pflegekindern und erfahren Sie, wie Sie damit konstruktiv umgehen können.