Erfahrungsberichte
Die Entwicklung von Pflegekindern in Erziehungsstellen
Um Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit mit Erziehungsstellen und Pflegekindern zu ermöglichen, haben wir anonymisierte Erfahrungsberichte aus der Perspektive unserer Fachberater bereitgestellt. Der Zeitraum erstreckt sich von der Inobhutnahme des Pflegekindes bis zu einer mehrmonatigen Phase in einer Erziehungsstelle.
1. Fachberater berichten anonym

Das Pflegekind wird in der Erziehungsstelle aufgenommen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme befindet es sich in einem hochbelastenden körperlichen und emotionalen Zustand. Es wirkt blass, untergewichtig und wenig vital. Deutliche Hinweise auf eine erhebliche psychosoziale Vorbelastung sowie eine Entwicklungsverzögerung in mehreren Bereichen zeigen sich.
2. Fachberater berichten anonym

Das Kind wird in der Erziehungsstelle aufgenommen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme zeigt es Anzeichen von Angst und Unsicherheit. Es spricht viel über einen gewalttätigen Elternteil und hat Angst vor der Polizei. Zudem weist es eine mangelhafte Zahnhygiene auf.
3. Fachberater berichten anonym

Das Kind wird in der Erziehungsstelle aufgenommen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist es stabil. Es weist keine akuten Erkrankungen auf. Es zeigt ein geringes Nähe-Distanz-Verhalten, ist ängstlich vor unbekannten Orten etc. Auffallend ist die ständige und extreme Suche nach Aufmerksamkeit. Zudem möchte es sich stets von ungesunder Nahrung wie Süßigkeiten ernähren.
4. Fachberater berichten anonym

Bei der Inobhutnahme ist das Kind zwei Monate alt. Sein Gesundheitszustand ist sehr schlecht. Es leidet unter Krampfanfällen, einem schwachen Immunsystem und einem niedrigen Puls in der Nacht.
5. Fachberater berichten anonym

Das Pflegekind wird zunächst in eine Bereitschaftspflegefamilie aufgenommen.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist es stark entwicklungsverzögert und steht geistig auf dem Stand eines zweieinhalbjährigen Kindes. Bis zur Aufnahme in die Erziehungsstelle hat es keine Kita besucht und nur wenig Kontakt zu anderen Kindern gehabt.
6. Fachberater berichten anonym

Es findet eine Inobhutnahme statt. Das Kind weist eine Entwicklungsverzögerung in der Sprache sowie in der altersgemäßen Selbstständigkeit auf.
Zudem zeigt es ausgeprägte Traumata.
